Ein sehr persönliches Geschenk – Life Map


Ressourcen, Kraft der Beziehungen und Sinn‑Quellen. Der Psychologe Mihaly Csíkszentmihályi hat jahrzehntelang über psychische Energie geforscht. Sein Ergebnis: Wenn diese Energie auf ein selbstgewähltes Ziel kanalisiert wird, entstehen Glückszustände, die er „Flow“ nannte. Klarheit darüber zu haben, welche Tätigkeiten bei uns die größten Chancen haben, diese Zustände hervorzurufen, gibt uns die Möglichkeit, sie bewusst in unserem Alltag zu integrieren.

Schritt 1 Die Intention.
Der Prozess soll Dankbarkeit für den bisher zurückgelegten Weg ausdrücken und als Erinnerung an sinnstiftende Aktivitäten dienen. Auch lebensverändernde Erfahrungen, Ressourcen, Sinn‑ und Kraft‑Quellen haben ihren Platz in einer Life‑Map.

Schritt 2 Das Coaching in positiver Psychologie.
In drei längeren Sitzungen werden die Inhalte herausgearbeitet. Ich erhalte ein ausführliches Briefing mit den zu zeichnenden Elementen.

Schritt 3 – Das ästhetische Vorhaben.
Die Auftraggeberin mag die „Feder‑Ästhetik“ mit Sepia-Hintergrund, ähnlich alten Landeskarten. Sie will durch feine Striche eine gewisse Leichtigkeit erzeugen. Ihre gewünschte Farbpalette besteht aus erdigen Tönen und Naturfarben.

Schritt 4 Die Vorlagen.
Ich bekomme reichlich Vorlagen: Fotos für die Motive und Inspirationen für den Stil.

Schritt 5 Der Bleistift-Entwurf mit Text in Handschrift.
Ich entwickle meinen Vorschlag für die Komposition. Die Bleistiftmotive sollen später als Vorlage für die Feder‑Striche dienen. Die Texte habe ich aus dem Briefing der Auftraggeberin übernommen; nun stelle ich sicher, dass sie ausgewogen im Layout erscheinen. Die Legende in schwungvoller Handschrift orientiert sich an alten geografischen Karten.

Schritt 6 Erste Feedback‑Schleife.
Die Änderungen, die die Auftraggeberin an den Motivdetails wünscht, setze ich um. Ein Radierstrich und plötzlich sieht das Gesicht, die Körperhaltung oder das Objekt anders aus. Jetzt erhalten wir einen ersten Eindruck des Endergebnisses.



Schritt 7 Start mit der Reinzeichnung.
Ich platziere gerne den Rahmen als Erstes. Das ist die Kulisse, in der sich das Ganze abspielt. Die Leisten der Karte sind akribisch handgezeichnet, mit höchstem Fokus auf regelmäßige, wiederkehrende geometrische Formen.

Tuschezeichnung. Hier sind lediglich zwei Rahmen zu sehen (ein großer und ein kleiner), mit Feder gezeichnet. In der Mitte sind Flächen in aquarellartiger Farbe, die Meere erahnen lassen. Fünf Inseln sind verteilt und mit Tusche in Endversion gezeichnet.

Schritt 8 Die Reinzeichnung. Jetzt geht es richtig los! Mit freudiger Konzentration zeichne ich Kontinente, Tiere, Boote und Wappen im Mittel der Karte – mit Feder und farbiger Tusche. Für Striche und Texte nutze ich schwarze bzw. Sepia-Tinte. Ich begegne dieser Etappe mit Respekt. Jetzt entstehen die endgültigen Formen und Linien. Der Gesamteindruck soll mal zart, mal kräftig, mal rund, mal gerade an den passenden Stellen wirken.

Schritt 9 Zweite Feedback-Schleife. Die Auftraggeberin kann nun weitere Details anmerken, die sie gerne anders hätte. Ich implementiere sie. Und… sind wir fertig? Es sieht so aus!

Schritt 10 Reflexion.
Die Zeichnung wirkt überraschend leicht. Ich akzeptiere den manchmal frechen Prozess, der mir immer wieder neue Überraschungen schenkte, die es zu lösen galt. Auf inhaltlicher und ästhetischer Ebene wurden unzählig kleine Entscheidungen getroffen, oft lange hin‑ und her probiert und überlegt. Das sehen wir hier nicht – ein Glück!

Schritt 11 Fine Art Print.
Ich sende die Datei an den Fine Art Druck. Vor Ort werden noch feine Abstimmungen vorgenommen, damit Schwarz und Farben wie gewünscht gedruckt werden.

Schritt 12 Einrahmung.
Die Entscheidung fällt auf feine schwarze Leisten und entspiegeltes Museumsglas mit UV‑Schutz. Die Passepartout Farbe wird nach dem „6-Augen-Prinzip” ausgewählt…