Neujahrskarte im B2B- und B2C-Bereich

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Schritt 1 – Die Intention. Der Neurochirurg Marc Lévêque widmet seine Arbeit der Befreiung von chronischem Schmerz. Welche Szene könnte das visualisieren?
Schritt 2 – Die Idee. Mit den Patientinnen und Patienten, dem Krankenhaus‑Personal sowie den Kolleginnen und Kollegen eine frohe Vision teilen: Ein Leben ohne Schmerz ist möglich. Welches Sinnbild könnte diese Botschaft vermitteln?
Schritt 3 – Der Charakter. Eine Frau, da Frauen vom chronischen Schmerz am meisten betroffen sind.
Schritt 4 – Das Bühnenbild. Unsere Hauptfigur wird in einer freundlichen, lebensdienlichen Umgebung aufgenommen. Für sie gibt es nichts zu tun – sie erholt sich vom Alltag und Schmerz.
Schritt 5 – Der Entwurf. Bleistift auf Papier. Umgebung und Charakter herausarbeiten, die der Intention dienen.
Schritt 6 – Der Text. Marc entscheidet sich für eine sehr knappe Botschaft, auf den Punkt gebracht: „Leben ohne Schmerz“ („Vivre sans douleur“).
Schritt 7 – Den Text im Layout platzieren. In dem Fall greife ich auf das klassische Layout meiner Neujahrskarten für Marc Lévêque zurück: Der Text wird unten platziert, so dass das Bild viel Raum erhält, um sich frei zu entfalten. Bevor die Worte gelesen werden, kann die Zeichnung bereits eine subtile Atmosphäre vermitteln. Kontemplativ kann die Betrachterin die Stimmung auf sich wirken lassen. Die Worte sollten das Gesamtbild abrunden und die Botschaft in die gewünschte Richtung verfeinern.
Schritt 8 – Auf der Suche nach den richtigen Farben. Welche Farben beruhigen die Seele? Alles ist möglich, doch nach mehreren Versuchen bleibe ich bei „Grün für die Bäume“ und „Blau fürs Wasser“. Ich wünschte mir zwischendurch, ich hätte etwas Originelleres gefunden, doch genau diese treue Anlehnung an die Naturfarben beruhigt unser Auge – und das passt gut zu unserer Intention. Damit ein freudiger Kontrast entsteht, suche ich Komplementärfarben zu Blau und Grün für die Wiese. Die Blumen bringen Leichtigkeit, Verspieltheit und Sinnlichkeit; der Betrachter kann fast den Duft riechen. Die dunkelrosa und cassiafarbene Kleidung der Figur sollen diese zu den Blumen integrieren und von der hellen Wiese abheben. Die Haare der Figur sind dunkler als die Baumstämme, damit der Blick zuerst auf sie fällt.


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Schritt 9 – Text mit Feder schreiben. Es bedarf mehrerer Versuche, bis alle Buchstaben schwungvoll und regelmäßig wirken.
Schritt 10 – Zeichnung mit Wasserfarben. Sanfte, einfache Farbpalette: Grün, Braun, Blau. Ein paar bunte Blumen, nicht schrill. Die dunkellila Fläche der Hose zieht den Blick an, die horizontalen Streifen lockern den Charakter auf und kontrastieren zu den vielen vertikalen Strichen der Vegetation.
Schritt 11 – Freigabe. Die letzte Version stimmt Marc und mir froh – wir sind fertig!
Schritt 12 – Druck‑Freigabe. Parallel zum Zeichenprozess habe ich mich bei der Druckerei nach Papier beraten lassen. Wir haben uns für ein 400 g/m²‑Papier, ungestrichen und in einem leicht wärmeren Weiß entschieden. Ich gebe die Datei in den Druck.
Schritt 13 – Web‑Datei. Marc erhält von mir eine leichte JPEG‑Version, die er dann am ersten Januar auf seinem LinkedIn‑Profil online veröffentlichen kann.
Schritt 14 – Neujahrskarten verschicken. Das Druckergebnis gefällt mir, alles ist glatt gelaufen. Ich verpacke die Karten sicher und versende sie nach Frankreich an Marc. Dann kann er über die Weihnachtsferien bereits seine Karten mit einem Gruß versehen und zu seinen Kontakten schicken.